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Reha Veranstaltungen

Neue Impulse für Forschung, Praxis und Wissenstransfer in besonderen Zeiten: Kongressbericht zum 30. Reha-Kolloquium DIGITAL

Die 30. Ausgabe des Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums fand angesichts der CO-VID-19-Pandemie in diesem Jahr erstmals als Online-Kongress statt. Damit erfuhr der größte und wichtigste Reha-Kongress im deutschsprachigen Raum Jubiläum und Premiere zugleich. Vom 22. bis 25. 3. 2021 trafen sich über 1 100 Expertinnen und Experten im virtuellen Raum und tauschten sich zum diesjährigen Rahmenthema „Teilhabe und Arbeitswelt in besonderen Zeiten“ aus. Der Online-Kongress wurde vom Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) veranstaltet. Und das mit großem Erfolg!

Besondere Zeiten erfordern besondere Konzepte der Veranstaltungsorganisation

Nachdem das in Hannover vorgesehene 29. Reha-Kolloquium Ende Februar 2020 aufgrund der Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus kurzfristig abgesagt werden musste, stand auch der diesjährige Kongress noch voll im Zeichen der Pandemie. Im Rahmen der Vorbereitungen erschien lange Zeit ein Hybridformat mit Präsenz- und Onlineteilen realisierbar. Allerdings geriet auch dieses Vorhaben spätestens zu Jahresbeginn angesichts zunehmender Infektionszahlen wieder ins Wanken. Um eine verantwortungsvolle Durchführung der Tagung trotz dynamischen Pandemiegeschehens gewährleisten zu können, hat das Organisationsteam innerhalb kürzester Zeit ein innovatives digitales Veranstaltungskonzept entwickelt und den Kongress vollständig in den virtuellen Raum verlegt.

Wissenstransfer und Networking im digitalen Format: Vielseitig, flexibel und interaktiv

Auch in der digitalen Kongressumgebung wurde wieder ein abwechslungsreiches Programm mit dem bewährten Mix aus Plenarvorträgen, Vortragssessions und verschiedenen interaktiven Diskussionsformaten geboten. Für die konkrete Umsetzung kam eine Online-Kongressplattform zum Einsatz, die den Austausch unter den Kongressteilnehmenden aktiv unterstützte: Live-Streams, Chats und Videokonferenzen konnten genutzt werden, um sich in den fachlichen Diskurs einzubringen und auch über die Sitzungen hinaus miteinander zu vernetzen. Die Teilnehmenden konnten dabei aus bis zu vier parallel laufenden Veranstaltungen auswählen und die virtuellen Vortragsräume jederzeit wechseln. Das Programm wurde live aus einem TV-Studio in Berlin von Petra Gute (rbb) moderiert und dort täglich mit der wissenschaftlichen Kongressleitung diskutiert und eingeordnet. Für die zeitunabhängige Nutzung standen zusätzlich zu den Live-Inhalten vorproduzierte Videos und eine multimediale Posterausstellung zur Verfügung. Ergänzend dazu bot ein virtueller Ausstellungsbereich Informations- und Interaktionsmöglichkeiten mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Reha-Branche. Ein Großteil der Vorträge wurde mit Einverständnis der Referierenden aufgezeichnet und stand den Teilnehmenden bis Ende Mai 2021 als Video-on-Demand-Angebot zur Verfügung.

Das 30. Reha-Kolloquium DIGITAL in Zahlen

  • 1 116 registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Über 130 Vorträge in über 60 Veranstaltungen
  • 88 E-Poster, darunter 28 Poster zu rehapro-Modellprojekten
  • Über 47 000 Seitenaufrufe auf der Online-Kongressplattform
  • 4 800 Minuten Sendezeit
  • 17 Ausstellerinnen und Aussteller
  • Bis zu 24 ärztliche Fortbildungspunkte

Rahmenthema „Teilhabe und Arbeitswelt in besonderen Zeiten“

Unter dem bewusst breit gespannten Kongressmotto „Teilhabe und Arbeitswelt in besonderen Zeiten“ bot das vielfältige Kongressprogramm neben aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Prävention, Rehabilitation und Nachsorge natürlich auch ausreichend Ansatzpunkte für einen spannenden fachlichen Austausch und lebhafte Diskussionen zu den pandemiebedingten Auswirkungen auf Teilhabe und Arbeitswelt.

  • Krisenbewältigung und Innovation – die Schwerpunkte der Eröffnungsveranstaltung

In ihrer Eröffnungsrede unterstrich Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, die hohe Flexibilität und Leistungsfähigkeit des Reha-Systems in den zurückliegenden Krisenmonaten. Teilweise in Rekordzeit seien Rahmenbedingungen und Prozesse angepasst worden, um Teilhabeleistungen unter Pandemiebedingungen gewissenhaft durchführen und zunehmend Menschen mit dem sog. Post-COVID- oder Long-COVID-Syndrom durch individuell angepasste multidisziplinäre Reha-Angebote unterstützen zu können. Ein zentraler Erfolgsfaktor der bisherigen Krisenbewältigung liege in der Offenheit gegenüber neuen Wegen und unkonventionellen Ideen – insbesondere mit Blick auf Distanzangebote und Hybridlösungen unter Nutzung digitaler Lösungen. Nun müsse es vermehrt darum gehen, die Erfahrungen der zurückliegenden Monate gemeinsam zu reflektieren und interdisziplinär zu bewerten, damit mögliche Implikationen nicht nur für die aktuelle Lage, sondern vor allem für die Zukunft abgeleitet und bewährte Konzepte in Post-Corona-Zeiten fortgeführt werden können. Das Reha-Kolloquium sei für den notwendigen fachlichen Austausch seit jeher das zentrale Forum.

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), verwies in seinem Grußwort auf die zur Eindämmung der Pandemie erfolgten arbeits- und sozialpolitischen Maßnahmen des BMAS, die sowohl den Arbeitsmarkt als auch die Situation von Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen betreffen. Dabei unterstrich er die Bedeutung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes (SodEG) als „Reha-Schutzschirm“ und würdigte dessen schnelle und unbürokratische Umsetzung durch die Deutsche Rentenversicherung. Um auch in Pandemiezeiten und darüber hinaus Impulse für die Weiterentwicklung von Rehabilitationsleistungen setzen zu können, habe sich das BMAS im vergangenen Jahr zudem dazu entschieden, den zweiten Förderaufruf zum Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ zu starten. Den antragsberechtigten Jobcentern und Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Trägern) werde damit die Möglichkeit eingeräumt, die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Herausforderungen in Modellprojekten zur Stärkung der Rehabilitation gezielt aufzugreifen und entsprechende innovative Ansätze und Konzepte zu erarbeiteten

Prof. Dr. Wilfried Mau, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW), adressierte in seinem Grußwort die herausragende Rolle der Wissenschaft im Generellen, aber auch die der Reha-Wissenschaften im Besonderen. Trotz tiefgreifender Einschränkungen des Wissenschaftsbetriebs hätten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter beachtlichen Anpassungsleistungen ihre Arbeit fortgeführt und damit die Grundlagen geschaffen, um das Virus und seine Übertragung besser zu verstehen und in kürzester Zeit Impfstoffe mit hoher Wirksamkeit zu entwickeln. Auch die Reha-Wissenschaften hätten Forschungsaktivitäten zügig auf pandemiebezogene Fragestellungen ausgerichtet, etwa um die Folgen der Pandemie für das Reha-System umfassend aufzuarbeiten und belastbare Erkenntnisse für rehabilitative Ansätze zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 zu generieren

  • Teilhabechancen in der Arbeitswelt der Zukunft – Gute Arbeit 4.0?

Obwohl sich der digitale Wandel – insbesondere in der Arbeitswelt – bereits seit Längerem vollzieht, hat die Corona-Pandemie zu einer Beschleunigung dieses Prozesses geführt. Doch verändert die Digitalisierung unsere Arbeitswelt eigentlich zum Guten oder zum Schlechten? Nutzt die Technik dem Menschen oder schadet sie ihm? Mit diesen und weiteren Fragen zu den Chancen und Risiken des technischen Fortschritts befassten sich  zwei hochkarätige Plenarvorträge aus jeweils unterschiedlichen Denkrichtungen.

Den Anfang machte Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Professorin für Philosophie an der Georg-August-Universität Göttingen und Vordenkerin im Bereich der Roboter- und Maschinenethik. In ihrem Plenarvortrag „Arbeit, Technik und gutes Leben. Perspektiven für Menschen mit und ohne Behinderung“ nahm sie den individuellen Stellenwert von Arbeit in den Blick und stellte dar, welchen Einfluss die Technisierung der Arbeit darauf hat. Dabei plädierte sie für eine Sichtweise, wonach Erwerbsarbeit zwar eine grundlegende Dimension eines guten Lebens von Menschen mit und ohne Behinderung darstelle. Davon ausgenommen seien jedoch gesundheitsschädliche, lebensbedrohliche und entfremdete Arbeiten. Wie die Technisierung der Arbeit unter diesem Blickwinkel zu bewerten ist, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen etwa die Ausgestaltung und der Einsatzbereich neuer Technologien. Diese können einerseits zur Herausbildung komplexer Aufgaben und Handlungsfelder führen, andererseits aber auch zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen beitragen. Ob diese Entwicklung positiv einzuschätzen ist, sei u.a. abhängig von der betrachteten Zielgruppen. Insbesondere für Menschen mit Behinderungen könnten sich dadurch neue Perspektiven ergeben.

Ergänzend zu dieser philosophischen Perspektive auf die Technisierung der Arbeit richtete Prof. Dr. Bertolt Meyer in seinem inspirierenden Plenarvortrag einen psychologischen Blick auf die Technisierung des Menschen. Unter dem Titel „Behindert und Cyborg? Neue Diskurse über Behinderung und Integration im Digitalen Zeitalter“ zeigte der Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz auf, welche Möglichkeiten sich durch moderne bionische Hilfsmittel für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ergeben. Ergebnisse seiner Forschung würden zeigen, dass Entwicklungen in der Bionik (z.B. High-Tech-Prothesen) zur Linderung von Beeinträchtigungen beitragen und völlig neue Teilhabemöglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig können sie Stereotype gegenüber Menschen mit Behinderung in Frage stellen; z. B. wenn der technisch unterstützte behinderte Körper in der Berichterstattung zu den paralympischen Spielen als Konkurrenz für nichtbehinderte Körper hochstilisiert wird. Durch eine aus seiner Sicht unzulässige Beschränkung des Diskurses von Behinderung auf Technologie laufe man zudem Gefahr, die Behinderung ausschließlich zu einem Problem des behinderten Körpers zu machen und die nichtbehinderte Mehrheitsgesellschaft schlimmstenfalls aus der Verantwortung zu nehmen. So sei Inklusion und Teilhabe nicht nachhaltig zu erreichen.

  • Rehabilitation und Return to Work: Eine vergleichende Perspektive aus Deutschland und Dänemark

Um die Teilhabechancen von Personen mit chronischen und schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu stärken und zu verbessern, bedarf es eines effektiven Teilhabemanagements, das Krankheitsfolgen reduziert und Wege findet, um Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu unterstützen. Im internationalen Vergleich werden hierfür durchaus unterschiedliche Strategien und Akteure herangezogen. In einem länderübergreifenden „Tandem-Vortrag“ von Prof. Dr. Matthias Bethge aus Lübeck und Prof. Dr. Ole Sten Mortensen aus Dänemark wurden daher Kriterien für erfolgreiche Wiedereingliederungsstrategien beleuchtet. Ein Vergleich zwischen dem deutschen und dem dänischen Reha-System zeige, dass unabhängig vom zugrundeliegenden Ansatz der Rehabilitation ähnliche Herausforderungen bestehen. Das betreffe die Notwendigkeit eines gut funktionierenden interdisziplinären Reha-Teams, insbesondere aber auch die Kommunikation des therapeutischen Settings mit Betrieben und hier vor allem mit den Vorgesetzten.

  • Auswirkungen der Pandemie auf die medizinische Rehabilitation

Ein Schwerpunkt des Kongressprogrammes lag auf den Auswirkungen der Pandemie auf die medizinische Rehabilitationspraxis. Prof. Dr. Stefano Negrini von der Universität Mailand stellte in seinem mit großer Spannung erwarteten Plenarvortrag die internationale Initiative REH-COVER der Cochrane Rehabilitation vor, die sich der systematischen Sammlung, Überprüfung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu den längerfristigen Folgen von COVID-19 und der Rehabilitation der Betroffenen befasst. Negrini machte deutlich, dass trotz schneller Reaktion der Forschung noch nicht genug Wissen dazu existiere, von welchen Folgen Patientinnen und Patienten längerfristig betroffen seien, was das für ihre Teilhabe an der Gesellschaft bedeute und wie man sie rehabilitieren könne. In einer anschließenden Plenardiskussion diskutierten Dr. Konrad Schultz, Dr. Thomas Sigrist und Dr. Roland Winkler, drei Chefärzte aus Reha-Kliniken aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, mit Dr. Susanne Weinbrenner, der leitenden Ärztin der Deutschen Rentenversicherung Bund, über ihre bislang gemachten Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Krankheitsbild und der Leistungserbringung unter Corona-Bedingungen. Deutlich wurde dabei, dass die Rehabilitation gerade in doppelter Hinsicht vor großen Herausforderungen stehe. Einerseits arbeiteten Reha-Einrichtungen unter erschwerten Bedingungen, weil bestimmte Therapien wie Gruppenschulungen oder Vorträge anders organisiert werden müssten. Das belaste sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden in den Einrichtungen. Andererseits sei das Reha-System durch das sog. Post-COVID oder Long-COVID-Syndrom mit einem neuen Krankheitsbild konfrontiert, über das bislang gerade im Hinblick auf die (Langzeit-)Folgen für die Betroffenen wenig bekannt sei. Neben chronischer Müdigkeit (Fatigue) wiesen die Betroffenen häufig auch weitere körperliche und psychische Folgen auf. Das erfordere einen ganzheitlichen Ansatz, der die Rehabilitation und Rehabilitationsforschung aktuell wichtiger denn je erscheinen lässt.

Was können wir festhalten?

Sowohl das Pandemie- als auch das Pandemiefolgenmanagement stellen das System der Rehabilitation vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Die an der Rehabilitation und den Rehabilitationswissenschaften beteiligten Akteurinnen und Akteure haben auf die damit verbundenen Anforderungen bislang mit einem hohen Maß an Anpassungsvermögen und Kreativität reagiert. Durch dieses entschiedene Handeln hat der Stellenwert der Rehabilitation eine deutliche Akzentuierung erfahren. Die mittel- und langfristigen Folgen für das Reha-System sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht vollständig absehbar. Deutlich geworden ist aber: Nicht nur der Umgang mit Long-COVID, sondern auch die noch zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen sowie die vielfältigen psychosozialen Belastungen durch die Pandemie(folgen) mit möglichen Auswirkungen auf die Teilhabechancen von vulnerablen Personengruppen werden uns sicher noch eine ganze Weile beschäftigen.

Bezogen auf die Arbeitswelt hat die Pandemie einen sich bereits vollziehenden tiefgreifenden Wandel noch einmal deutlich verstärkt. Im Zuge der Krisenbewältigung wurden in vielen Branchen quasi über Nacht digitalisierte und flexibilisierte Arbeitsformen geschaffen. Diese Entwicklung kann allerdings sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Teilhabe von Beschäftigten haben: So stehen z. B. der Chance, Arbeit durch digitale Technologien gesundheitsförderlicher, bedürfnisgerechter und inklusiver zu gestalten, Risiken wie Entgrenzung und fehlender Arbeitsschutz sowie digitale Überforderung und die Schaffung neuer Barrieren gegenüber. Hier muss es also darum gehen, Gestaltungserfordernisse gemeinsam mit politischen und betrieblichen Akteurinnen und Akteuren dahingehend wahrzunehmen, dass arbeitsbezogene Belastungsfaktoren und Gesundheitsrisiken minimiert und Teilhabemöglichkeiten gestärkt werden. In diesem Zusammenhang ist das Arbeiten im Homeoffice als eine die Pandemie „irgendwie“ überdauernde Notlösung der Arbeitsorganisation abzugrenzen vom Homeoffice als gelebte Arbeits- und Organisationskultur, die u.a. hinreichende digitale Infrastruktur und Kompetenzen sowie entsprechend angepasste Prozesse und Führungsmodelle voraussetzt. Darüber hinaus sollte der fachliche Diskurs um die arbeitsweltlichen Pandemiefolgen keineswegs auf homeofficefähige Bürojobs beschränkt werden. Denn für viele oftmals sogar in besonderem Maße von den (gesundheitlichen) Folgen und Lasten der Pandemie betroffene Beschäftigte – z. B. im Gesundheits- oder Dienstleistungssektor – ist orts- und zeitflexibles Arbeiten nach wie vor gar nicht möglich.

Durch eine grundlegende und umfassende Aufarbeitung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen für Rehabilitation, Teilhabe und Arbeitswelt müssen wir nun gemeinsam die richtigen Schlüsse für künftiges Handeln ziehen. Die Erarbeitung und Erweiterung der hierfür erforderlichen fundierten Erkenntnisse kann nur interdisziplinär erfolgen und muss sowohl die Ausschöpfung positiver Entwicklungspotenziale als auch den Abbau negativer Auswirkungen gleichermaßen ins Zentrum der fachlichen Auseinandersetzung stellen. Die im Rahmen des diesjährigen Reha-Kolloquiums vorgestellten und diskutierten Erkenntnisse liefern hierfür bereits wichtige Anknüpfungspunkte.

Ist die Online-Premiere geglückt?

Rückblickend gesehen wurde das erste digitale Reha-Kolloquium mit großem Erfolg organisiert und durchgeführt. Dafür sprechen sowohl die Anmeldezahlen als auch die Ergebnisse der abschließenden Veranstaltungsevaluation durch die Teilnehmenden, die sich engagiert in den fachlichen Diskurs eingebracht und die vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten auf der Online-Kongressplattform rege genutzt haben. Durch die erfolgreiche Online-Premiere konnte das Reha-Kolloquium seinen Stellenwert als wichtigster Reha-Kongress im deutschsprachigen Raum nachhaltig unterstreichen.

Ausblick

Unter dem Motto „Rehabilitation: Neue Wege, Neue Chancen“ findet das 31. Reha-Kolloquium vom 7. bis 9. 3. 2022 voraussichtlich im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland (MCC) in Münster statt. Der Kongress wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften veranstaltet. Weitere Informationen sind auf www.reha-kolloquium.de abrufbar.

Dank

Das Organisationsteam möchte sich ganz herzlich bei allen Teilnehmenden für die Flexibilität und das hohe Engagement bedanken. Auch den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern innerhalb und außerhalb der Deutschen Rentenversicherung Bund gebührt ein großer Dank!

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